"Ein einziger Mann mit Mut ist eine Mehrheit".

 

Der Vorsteher des Eschweger Bahnhofes Willy Völker scharte 1951 eine Gruppe Mitarbeiter um sich, die Interesse am Tennissport zeigten. Der Sport hatte kurz nach dem Ende des II. Weltkrieges seine Bedeutung für die Menschen noch nicht wieder zurückgewonnen.

Die Zeiten konnten kaum als rosig bezeichnet werden. Die meisten Lebensmittelkarten waren gerade abgeschafft worden, das Durchschnittseinkommen eines Industriearbeiters lag bei 73,34 DM wöchentlich, das der Bahnarbeiter und -beamten dürfte noch um einiges niedriger gewesen sein.

 

Und obwohl es an Geld, an Baumaterial und an der angemessenen Tennisausrüstung fehlte, waren es Frauen und Männer vor allem aus dem Eisenbahner Sportverein Union, die ein Trümmergrundstück am Eschweger Bahnhof voller Enthusiasmus in einen roten Sandplatz verwandelten.

 

Walter Mühlhausen, der Präsident des Gesamtvereins, unterstützte das Vorhaben nach Kräften. Und schon bald bestand neben den Abteilungen "Fußball" und "Kegeln" auch die Sparte "Tennis" im ESV Union.

 

Das Unternehmen "weißer Sport" stieß auf großes Interesse. Die Zahl der Mitglieder schnellte in kürzester Zeit auf 40 Aktive. Diese errichteten in Eigenleistung Schritt für Schritt ohne jegliche finanzielle Unterstützung, aber mit ausgesonderten Schwellen, mit dem Schotter für Gleise und anderen Resten aus Bahnbeständen eine Anlage, auf der bald regelmäßig die damals noch weißen Bälle auf den nunmehr drei Plätzen flogen.

 

Es herrschte bald ein reger Spiel- und Trainingsbetrieb auf dieser neuen Sportstätte, deren Novum die "vereinseigene Tennishalle" war, eine ehemaligen Großgarage für Busse. Die Spielerinnen und Spieler nutzten gerne die damals unübliche Möglichkeit, das Racket auch im Winter zu schwingen.

 

Im Jahre 1954 stellte die Bundesbahn sogar ein Zimmer in ihrer Kantine als Umkleideraum zur Verfügung. Gegen Ende der fünfziger Jahre wurde dann das Milch- und Lebensmittellädchen "Rudat" am Schützengraben von den Pächtern aufgegeben, als Vereinsheim des TC Union genutzt und kurz darauf in drei Bauabschnitten zu einem seinerzeit modernen Clubhaus mit Sauna ausgebaut.

 

Und der sportliche Erfolg ließ nicht lange auf sich warten. Spielerinnen, wie Brunhilde Niegel, und andere Spieler des Clubs gewannen bald ihre ersten Turniere und Titel.

Dem Vorsitzenden Walter Brede, der bis 1970 an der Spitze des Vereines stand, gebührt das Verdienst, diese Aufbauleistung unter schwierigen Bedingungen mit seinem Vorstand geplant, gesteuert und verantwortet zu haben.

 

Seine Frau Margret und seine Tochter Marion Brede aber zogen die Aufmerksamkeit aufgrund ausgezeichneter Leistungen im Tennis auf sich und den jungen Verein.

Von 1970 bis 1981 lenkte Rudolf Sprung die Geschicke des Clubs. Unter seiner Ägide änderten sich wesentliche Rahmenbedingungen. Längst waren es nicht mehr die Mitarbeiter der Bahn, die den Kern der Aktiven bildeten. Die Sparte "Tennis" des ESV Union repräsentierte jetzt alle Gruppen und Schichten der Eschweger Bevölkerung und der vieler Nachbargemeinden.

 

Auch der Name änderte sich. Aufgrund vereinsrechtlicher Vorgaben und der damit verbundenen finanziellen Förderung entstand 1977 aus der ehemaligen Sparte des ESV ein eigenständiger eingetragener Verein, der sich "TC 51 am Bahnhof" nannte. Der familiären Atmosphäre der Sportgemeinschaft tat dies keinen Abbruch, man fühlte sich eher bestärkt. Zukunftsorientiert wählte man grün und weiß als neue Vereinsfarben. Die Mitgliederzahlen stiegen kontinuierlich an und die sportlichen Erfolge ließen aufhorchen.

Rudolf Sprung, selbst ein ausgezeichneter Turnierspieler, setzte in seinem Programm auf die Jugend, und die Resultate dieser "Politik" ließen nicht lange auf sich warten. Die bereits 1968 erreichte Klassenzugehörigkeit der Damen und Herren zur Gruppenliga wurde 1973 gekrönt von der männlichen Jugend, die erfolgreich in der Verbandsliga, der höchsten Klasse Hessens, spielte.

 

Rudolf Sprung erhielt aufgrund seiner Verdienste um den Tennissport viele Auszeichnungen. Er gab dem Verein während seiner langen ehrenamtlichen Tätigkeit Profil, und er wurde nicht zuletzt deshalb vom Hessischen Tennisverband mit der Ehrennadel in Silber und mit der Verdienstnadel des Landessportbundes geehrt.

 

Die hohe Wertschätzung, die man ihm entgegengebrachte, drückte sich auch in dem "Rudolf-Sprung-Turnier" aus, das bis in die neunziger Jahre mit Spitzenspielern aus Hessen vom TC 51 im jährlichen Turnus in memoriam veranstaltet wurde.

 

In den achtziger Jahren kannte die Tennisbegeisterung um Steffi Graf und Boris Becker keine Grenzen. Sie übertrug sich auf Sportler und Vereine gleichermaßen. Dem TC 51 gehörten in dieser Phase bis zu 270 Mitglieder an. Burckhard Schareina, der Vorsitzende des Clubs von 1981 bis 1989, nutzte den Boom.

 

Unter seiner Leitung stieg die erste Mannschaft der Herren mit Spielern wie Stefan und Andreas Niegel, Frank Sodies, Roland Sprung, Hans-Peter Kroll, Dirk Hammel, Adriano van der Sman, Stefan Berghöfer, Mario Rossa und Milos Vecaj 1987 in die Verbandsliga auf, trat gegen Teams aus Hessens Großstädten an und konnte sich gut behaupten.

Die Nachwuchsarbeit erreichte ein ungeahntes Ausmaß. Zahlreiche Kinder- und Jugendmannschaften nahmen erfolgreich an den Medenrunden des Tennisverbandes teil, und auch die Damenteams konnten bei Meisterschaften und Turnieren ein Wörtchen mitreden.

Nicht allein wegen einer geplanten Umgehungsstraße, die das Tennisgelände tangieren sollte, sondern vor allem getragen von dem Aufwind, in dem sich die Sportart befand, wurde der Ruf nach mehr und nach neuen Courts laut.

 

Bald begann die Suche nach einem neuen Standort. Gleichzeitig fanden im Interesse des Tennissports erste Fusionsgespräche mit dem TC Blau-Weiß Eschwege statt. Mit diesen Aktivitäten und Vorarbeiten setzte Burckhard Schareina die Ziele für die weitere Entwicklung des Vereins.

 

Er übergab Aufgaben und Absichten 1989 nach insgesamt 25 Jahren Vorstandsarbeit an seinen Nachfolger Gerhard Sahm.

Sahm griff die Pläne seines Vorgängers auf. Für ihn hieß die Alternative: "Entweder Renovierung der alten oder Bau einer neuen Anlage?" Eine Phase schwieriger Entscheidungen folgte. Beantwortet werden mussten Fragen zur Finanzierung und zur Auswahl des Standortes.

 

Berücksichtigt werden sollte auch der Wunsch vieler Mitglieder, die neue Anlage mit der von dem Investor Ernst Jantz geplanten Tennishalle zu einem Sportzentrum zu verbinden.

Fast alle Ziele konnten letztlich von einem sehr engagierten Vorstandsteam erreicht, nahezu alle Anforderungen erfüllt werden. Bürgermeister Zick fasste das Ergebnis der Planungen zu diesem Projekt und der sicher nicht immer leichten Verhandlungen mit der Stadt im Mai 1991 wie folgt zusammen:

"Die Stadt Eschwege begrüßt attraktive Einrichtungen dieser Art". Sie habe ein besonderes Interesse auch an einer Tennishalle und einer neuen Tennisanlage. Beide Maßnahmen seien ein Stück Infrastruktur für Eschwege.

 

Am 8. August 1992 wurden das neue Clubhaus des TC 51 eröffnet und die fünf Tennisplätze offiziell freigegeben. In kürzester Zeit war in der Nähe des Bahnhofs in Eschwege ein neues Tenniszentrum entstanden, das eine sportlich sinnvolle Kombination von einer privat getragenen Tennishalle einerseits und den vereinseigenen Freiluftplätzen mit Clubhaus des TC 51 andererseits einging.

 

Der Mittelpunkt ermöglicht heute Sport bei jeder Witterung, bildet ein hervorragendes Angebot für alle Tennisfreunde der Region und dient nicht zuletzt der Förderung tennisbegeisterter Jugendlicher.

 

Allerdings, diese Leistungen reichen heute bei vielen potentiellen Sportlern offenbar nicht mehr aus, um engere Verbindungen mit einem Verein einzugehen.

Anders formuliert: Dem Tennisboom folgte die Stagnation der Entwicklung bereits in der Mitte der neunziger Jahre. Nicht alle Blütenträume ließen sich verwirklichen. Vor allem die jugendlichen Spitzenspieler wanderten ab. Die Mitgliederzahlen sanken. Das hohe sportliche Niveau konnte nicht gehalten werden.

 

Neue Rahmenbedingungen beeinflussten das Management. Nachdem Volker Stelzner 1996 zum Vorsitzenden des TC 51 gewählt worden war, nutzte er zunächst seine großen Erfahrungen als ehemaliger Schatzmeister, um den sportlichen Standard des Clubs auf einer guten finanziellen Basis zu festigen.

 

Dieses Vorhaben führte im Bereich der Aktiven dazu, das nahezu jedes Mitglied, ob Kind, Jugendlicher, Seniorin oder Senior, in eine Mannschaft integriert wurde und damit am interessanten, aber auch fordernden Wettkampfsport des Tennisverbandes teilnehmen konnte. Danach hatte der Vorstand - wie heute in Industrie und Wirtschaft üblich - ein Programm unter der Fragestellung "Was ist ein guter Verein?" zu entwerfen.

Wiederum stehen dabei heute wie früher Jugendförderung und Mitgliederwerbung, aber auch das Vereinsleben im Zentrum. Es sollen sportliche und gesellige Akzente gesetzt, die angenehme Clubatmosphäre genützt und ein noch stärkeres Wir-Gefühl aufgebaut werden.

Ein notwendiges übergreifendes Ziel aber ist die weitere Entwicklung des Tennissports in Eschwege. Diese Aufgabe muss vereinsübergreifend in Kooperation mit anderen Verantwortlichen erfüllt werden.

 

Besonders erfreulich ist, dass die Vorstände der beiden Clubs unserer Kernstadt, der TC Blau-Weiß und der TC 51, bei den erforderlichen Zielvorgaben vollkommen übereinstimmen.

Orientiert man sich bei einem Abriss der Vereinsgeschichte an den Amtsperioden der Vorsitzenden, geraten allzu leicht jene Momente aus dem Blickfeld, die das alltägliche Vereinsleben seit 50 Jahren bestimmen. Da gab es große Turniere und hochrangige Wettbewerbe, örtliche und überregionale Meisterschaften, Ehrungen und Feiern, das Absommern und Sommerfeste, das geplante und noch mehr das spontane gesellige Beisammensein. Da fanden Jubiläen, Treffen mit Partnervereinen, Freundschaftsspiele, Fahrradtouren oder spannende Hauptversammlungen statt.

 

Und da gab und gibt es immer wieder Frauen und Männer, die - wie zur Gründerzeit - mit Freude schmücken, ausbessern, reparieren und verschönern. Ihre eher leisen Leistungen sind oft nicht minder zu würdigen als jene der ausgewählten Sportlerinnen und Sportler, die an der Geschichte des Clubs mitgeschrieben haben. Ihre Namen zu nennen und ihre Erfolge zu beschreiben, würde den Rahmen dieser Skizze sprengen. Auf den  Sieger- und Ehrentafeln im Vereinsheim jedoch sind sie aufgeführt und können nachgelesen werden.

Die Gelegenheit dazu bietet sich vom 17. bis 19. August 2001. Der TC 51 Eschwege begeht sein fünfzigjähriges Jubiläum auf seiner Anlage am Bahnhof mit Vertretern aus Politik, Sport und Wirtschaft, mit Sponsoren sowie mit Sportlerinnen und Sportlern befreundeter Vereine.

Er lädt Kinder, Jugendliche sowie interessierte Bürgerinnen und Bürger ein. Für die Besucher wird an zwei Tagen ein reichhaltiges Programm geboten, das vom Flohmarkt für Kinder- und Jugendliche über eine Auto- und Fahrradausstellung, dem Gesundheits-Check bis hin zum Tennisspiel für jedermann und dem Vergleichskampf von Spitzenspielern führt.

Und der sportliche Erfolg? Der stellte sich auch wieder ein. Dank einer hervorragenden Jugendarbeit konnte die Herrenmannschaft mit jungen Talenten wie Robert Ruhlandt und Vedran Bahtijarevic in den Jahren 2003 bis 2006 den Durchmarsch von der Bezirksliga B bis in die Gruppenliga feiern. Dort spielten die Eschweger Tenniscracks vier Jahre, ehe der Aufstieg in die fünfthöchste deutsche Klasse gelang. Nun bietet der TC 51 Eschwege internationales Tennisflair gepaart mit regionalen Talenten. Nie zuvor konnte man so starke Tennisprofis wie Konstantin Kravchuk oder Marin Franjicevic bewundern. Weit über 100 Zuschauer finden den Weg auf die herrliche Anlage. Geht es nach den Verantwortlichen, soll das auch so bleiben.

 

Text: Dr. Rainer Angermann (ergänzt von Florian Quanz)

Geschichte des tc 51 eschwege e.V.

 

 

(geschrieben in 1976 von Rudolf Sprung zum 25jährigen Jubiläum

bearbeitet von Gudrun Stelzner in 2012)

 

Es begann im Frühjahr 1951, also vor rund 25 Jahren.

 

Durch die Kriegsereignisse hatte der vor über 50 Jahren gegründete

 

'Reichsbahn Turn- und Sportverein Niederhone',

 

der in den Vorkriegsjahren die Sportarten Leichtathletik, Fuß- und Handball sowie Faustball, Kegeln und Kleinkaliberschießen betrieb und sich in diesen Disziplinen durch ausgezeichnete sportliche Leistungen einen hervorragenden Ruf erworben hatte, praktisch aufgehört zu existieren. Sämtliche Unterlagen des Traditionsvereins sind durch Kriegseinwirkung abhanden gekommen.

 

Der verlorene Krieg und die Besetzung Deutschlands durch die Siegermächte bedeutete, genau wie für alle deutschen Sportvereine, auch für unseren Verein das Ende der Existenz. Bekanntlich wurde damals in den ersten Nachkriegsjahren jede Vereinstätigkeit auf sportlichem Gebiet verboten.

 

Wahrscheinlich befürchteten die Siegermächte in einem schnellen Wiederaufleben der deutschen Turn- und Sportvereine die Tarnorganisation irgendeiner Widerstandsbewegung. Ob zu Recht oder zu Unrecht mag dahingestellt sein. Trotz aller Verbote hatten aber einige Vereinsmitglieder auch in dieser bösen Nachkriegszeit zusammengehalten und als Kegelgruppe, die die Vereinstätigkeit in etwa aufrecht erhalten, so dass unter schwierigsten Verhältnissen in den Jahren 1949/50 eine eigene Kegelbahn auf dem Bahnhofsgelände errichtet werden konnte. Das war der Anfang der Neuentstehung unseres Vereins. Eine Turnabteilung führte damals bekanntlich die ersten Turnabende in der Turnhalle Eschwege-West durch, und auch der Fußballsport wurde in Eltmannshausen wieder ins Leben gerufen. Offensichtlich lag der Schwerpunkt des sportlichen Geschehens in Eltmannshausen, so dass der entstehende Verein im Jahre 1950 den Namen

 

'E.S.V. UNION' (Eltmannshäuser Sportverein)

 

erhielt.

 

In einer alten Vereinschronik aus dem Jahre 1954 hieß es u.a. wörtlich: 

"Im Jahre 1951 regte der örtliche Betriebsrat an, wieder einen Tennisplatz zu erstellen. Die 

Reichsbahn Turn- und Sportverein hatte einen Platz im Freien und in der Halle durch

Kriegseinwirkung verloren." Ende des Zitats.

 

Wo genau sich dieser alte Freiplatz und Hallenplatz befand, wissen heute nur noch die wenigsten. Es muss irgendwo im Bahnhofsgelände in der Nähe unserer alten Halle gewesen sein. Mit der Herstellung des neuen Tennisplatzes wurde Sportkamerad Willi Völker beauftragt. Willi Völker war der 1. Vorsitzende unserer Tennisabteilung und später Ehrenvorsitzender und ist vor einigen Jahren in Freiburg verstorben. Dem Vernehmen nach hatte damals seine Tochter, unser langjähriges Mitglied Brunhilde Niegel, ihre Liebe zum Tennissport entdeckt und ihrem Vater, der technischer Beamter beim Bahnbetriebsamt war, so lange zugesetzt., bis dieser dem Drängen nachgab, den Bau eines Tennisplatzes auf dem Bahngelände zu versuchen und im Anschluss daran gegen allerhand Widerstand auch durchsetzte. In großzügiger Weise stellte die Bundesbahndirektion Kassel das Gelände des ehemaligen Betriebsamtes zwischen Eisenbahnstraße und der Zufahrtsstraße zu den Betriebswerkanlagen zur Verfügung.

 

Mit Unterstützung des Bundesbahnsozialwerkes machte sich dann eine Hand voll Idealisten daran, im Frühjahr/Sommer 1951 auf dem Geländes des durch Bomben zerstörten ehemaligen Betriebsamtes den 1. Platz zu bauen, auch heute noch unser Platz 1, Lokomotivasche vom Bahnbetriebswerk bildete den Unterbau und alte Heizrohre steht heute noch.

 

Mit etwa 20 Mitgliedern begann unter dem Vorsitz von Willi Völker die Tennisabteilung des

E.S.V.'UNION' ihre Existenz. Schon kurze Zeit später stieß glücklicherweise eine Gruppe

guter Tennisspieler, darunter Familie Müller mit Richard, Cilly, Horst und Eckhardt, Gerhard Holzapfel usw. von der Turngemeinde Eintracht Eschwege kommend, hinzu und bildete eine derartige sportliche Verstärkung, dass sich die Tennisabteilung bereits ab 1954 an den Medenspielen im Bezirk Nordhessen beteiligen konnte. Bereits 1953 erwies sich die Anlage als zu klein für die ständig wachsende Mitgliederzahl. Unser 1. Vorsitzender Willi Völker und der inzwischen zum 2. Vorsitzenden gewählte Walter Brede machten sich daran, mit Hilfe einiger Bundesbahnstellen Grundfläche, Material und Baustoffe für die Errichtung weiterer Plätze bereitzustellen. Hier also begann bereits die Ära von Walter Brede, der schon wenige Jahre später das Amt des 1. Vorsitzenden in unserem Verein übernahm und sich im Laufe von fast 20 Jahren Vorstandstätigkeit hervorragende Verdienste beim Aufbau unserer Tennisabteilung erworben hat. Ausgezeichnet mit der goldenen Vereinsnadel des ESV- UNION und weiterer hoher Ehrungen, darunter die silberne Ehrennadel des HTV übertrug er erst nach seiner Pensionierung vor einigen Jahren die Verantwortung an mich.

Vornehmlich wieder im Eigenbau wurde 1953 der 2. und im Frühjahr 1954 der 3. Platz in Betrieb genommen.

 

Schon 1953 besaß die Abteilung eine Halle, in der im Winter gespielt werden konnte. Dieser alte Holzschuppen, um den uns viele hessische Clubs beneidet haben, war von der Bundesbahn wegen ihres schlechten Zustandes abgeschrieben worden und wurde bald technisch nicht mehr genutzt. In den zurückliegenden Jahren haben wir viel in dieser Halle herum repariert; sie steht heute noch, wird Winter für Winter fleißig genutzt, und wir alle würden es bedauern, wenn dieser alte Schuppen einmal abgerissen wird.

 

Nur wenige von uns werden sich daran erinnern, dass die Umkleidemöglichkeiten ab Sommer 1954 behelfsmäßig im jetzigen Kantinengebäude untergebracht waren. Da ergab sich im Jahre 1959 die Gelegenheit, den Kiosk bzw. das Ladenhäuschen der Familie Rudat als Grundstück für ein eigenes Clubhaus käuflich zu erwerben. Diese Möglichkeit wurde genutzt und im gleichen Jahr dieses Häuschen erweitert und zum Clubhaus umgestaltet, d.h. mit entsprechenden Umkleideräumen, einer Dusche, einer Bar usw. usw. Bereits 1962 wurde dann unser Clubhaus zum ersten Mal erweitert und sogar mit einer vereinseigenen Sauna versehen. Initiator für den Bau dieser Sauna war damals u.a. der inzwischen zum 2. Vorsitzenden gewählte Walter Sandner, der sich in dieser Funktion ebenfalls große Verdienste beim weiteren Aufbau und besonders bei der Verwaltung der Tennisabteilung

erworben hat. Trotz seiner Jugend hat er leider vor einigen Jahren aus beruflichen Gründen seine aktive Mitarbeit in der Vereinsführung - ausgezeichnet mit der goldenen Vereinsnadel eingestellt. Hoffentlich nicht für immer!

 

Wir könnten ihn auch heute noch gut gebrauchen, denn keiner verstand es so gut wie er, Feste zu organisieren und für Öffentlichkeitsarbeit zu sorgen. Er sorgte laufend für Gesellligkeit und stiftete Ehen (24) (Anm. G.S. 24 sind sehr umstritten!). Im Jahre 1969 gelang es der Vereinsführung, Initiator war natürlich wieder unser 1. Vorsitzender Walter Brede, vom Land Hessen einen Zuschuss von DM 9.500, und gleichzeitig vom Kreis einen entsprechenden Zuschuss von DM 3.800,- für den Bau eins 4. Platzes zu erhalten. Aus diesen Mitteln wurde noch im gleichen Jahr dieser 4. Platz gebaut und einige Jahre später durch eine Tenniswand erweitert. Hier möchte ich unseren Dank aussprechen.

 

Da die Mitgliederzahl inzwischen auf fast 200 angewachsen war und sich bei Festlichkeiten und größeren Turnieren herausstellte, dass unser Clubhaus zum Feiern einfach zu klein war, wurde vom Vorstand und von der Hauptversammlung beschlossen, unser Clubhaus nochmal erheblich zu erweitern, auch ohne dass das notwendige Kapital damals zur Verfügung stand. Ich erinnere mich heute noch genau an diese Sitzung des erweiterten Vorstandes und die anschießende Hauptversammlung. Einige Mitglieder stimmten damals sogar gegen das Projekt bzw. gegen die Aufnahme eines größeren Kredits. Wiederum war es Walter Brede, der die weitere Entwicklung in unserem Tennisclub richtig beurteilte und gegen gewisse Widerstände die Clubhauserweiterung durchsetzte. Finanzielle Unterstützung erhielten wir damals einmal durch die Brauerei, die uns einen zinslosen Kredit von DM 14.000,-- bewilligte und außerdem natürlich seitens der Bundesbahn

(Landau, Mühlhausen, Öhm, Hohmann, Kompenhans, Horn). Der Kredit konnte schon vor 2 oder 3 Jahren an die Brauerei zurückgezahlt werden, und wir könnten heute ohne unser schönes Clubhaus, um das uns viele beneiden, nicht existieren.

 

Zu einem Jubiläum gehört natürlich auch ein Überblick über das sportliche Geschehen der

vergangenen 25 Jahre. Wahrscheinlich wurden schon in den ersten Jahren nach der Gründung des Vereins Tennisturniere durchgeführt, sicher auch Freundschaftsturniere und Clubmeisterschaften. Unterlagen darüber fehlen. Der erste Spielbericht, den ich gefunden habe, stammt aus der Feder bzw. aus der Chronik unseres Vereinsgründers und 1. Vorsitzenden Willi Völker aus dem Jahre 1954. Hier heißt es u.a. wörtlich wie folgt: "Auf allen Tennisplätzen war am Sonntag, dem 9.5.1954 Hochbetrieb. Der E.S.V.'UNION' hatte nach der Auslosung und der Vereinbarung auf der Bezirkssitzung in Kassel gegen Homberg anzutreten. Ein 6:3 Sieg war uns beschieden. Auch am nächsten Sonntag, dem 16.5.1954, war der E.S.V.'UNION' erfolgreich. Im Rahmen der kleinen Medenspiele spielte der E.S.V.'UNION' in Treysa und brachte einen klaren 6:3 Erfolg mit nach Hause." Ende des Zitats.

 

Unsere 1. Herrenmannschaft spielte in folgender Aufstellung:

Hans Burghagen (heute Oberliga Sen. Witzenhausen)

Horst Müller

Gayk

Eckhardt Müller

Reinhold Rudat und

Richard Müller (Stammvater)

 

Im Doppel kamen außerdem hin und wieder Hans Grebenstein und Gerhardt Holzapfel zum Einsatz. Weiter heißt es: "Bedauerlicherweise musste das Spiel am Sonntag, dem 23. Mai, gegen Arolsen wegen Erkrankung von 4 Mitgliedern der 'UNION' ausfallen. Kamerad Gayk war im Erholungsheim in Homburg, 3 weitere Mitglieder (Familie Müller) erkrankten urplötzlich an Grippe, so dass nicht einmal die vorgeschriebene Frist zur Abmeldung der Spiele eingehalten werden konnte. Die Punkte wurden an den Verein Arolsen abgegeben. Der so schöne Anfang zum Aufstieg war damit unterbrochen."

 

Als ich diesen Satz gelesen hatte, musste ich herzlich lachen, denn bekanntlich kämpfen wir in unserem Club seit nunmehr 25 Jahren vergeblich um den Aufstieg in die Gruppenliga. Irgendwann einmal - ich glaube im Jahr 1965 - schafften wir den Aufstieg, stiegen aber leider im darauffolgenden Jahr wieder ab. Zu den Spielern der 1. Mannschaft kamen damals noch die nach Eschwege zugezogenen, exzellenten Spieler Paul Adam und Horst Linden hinzu, und aus dem eigenen Nachwuchs kurze Zeit später Jürgen Völke. Einige Jahre später eroberten sich Burckhard Schareina, Jochen Große, Gerhard Sahm und Christian Sprung - wiederum alles Spieler, die aus der eigenen Jugend hervorgegangen sind, Stammplätze der 1 . Mannschaft. Wiederum einige Jahre später dann Klaus Heinemann und Jürgen Mehlhorn und in jüngster Zeit Uli Bödicker, Roland Sprung und Manfred Bödicker, zuletzt Axel Müller (Richards Enkel). Schon Anfang der 60iger Jahre, als ich den Sportwartposten übernahm, standen dem Verein so viele Turnierspieler zur Verfügung, dass wir uns zuerst mit zwei, später sogar mit drei Herrenmannschaften an den kleinen Medenspielen beteiligten, d.h. je 1 Mannschaft in der A, B und C-Klasse. In der Vereinschronik ist nachzulesen, dass wir den Aufstieg in die Gruppenliga sehr oft nur knapp verpasst haben, letztmalig vor 2 Jahren, als wir gegen die 2. Mannschaft des TC Blau-Weiß Kassel knapp mit 4:5, dazu noch zweimal im Tiebreak, verloren und damit den Aufstieg wiederum verpassten. Die Situation, in der wir uns damals befanden, ist allgemein

bekannt und soll hier nicht weiter erörtert werden. Meine Bemühungen um eine sportliche Fusion mit Blau-Weiß Eschwege scheiterten und unsere jugendlichen Talente Uli und Manfred Bödicker und Roland Sprung entschlossen sich, für andere Vereine in höheren Spielklassen zu spielen. Wir können nur hoffen, dass sie eines Tages wieder zu uns zurückfinden.

 

Meiner Erinnerung haben die Damen sich ab Ende der 50er Jahre an den Medenspielen beteiligt. Starke Spielerinnen waren Cilly Müller, Margret Brede, Brigitte Rudat (die spätere Frau Scholz, die Mitte der 60er Jahre nach Kassel ging und dort mehrere Jahre Stadtmeisterin und nordhessische Bezirksmeisterin war), (Anmerkung von G. Stelzner: Brigitte heiratete ein 2. Mal, hieß danach Wessel und war viele Jahre Sportwartin beim TC 31, Kassel. Im Frühjahr 2012 verstarb sie.), außerdem die Nachwuchsspielerinnen aus den eigenen Reihen wie Heide Fenner (jetzt Frau Dr. Hofmann) und vor allem Marion Brede. Vorübergehend wurde unsere Damenmannschaft verstärkt durch einige Neuzugänge wie Teddy? Öhm, Gloria Pachali, Gertrud Kappes, Frau Hofmann und Frau Hartmann von Blau-Weiß Eschwege. Diese Stammspielerinnen der 1. Mannschaft haben auf Bezirksebene hervorragende Erfolge erzielt. Jahrelang gehörte unsere Damenmannschaft zu den

besten Meden-Mannschaften in Nordhessen und spielte auch einige Jahre auf Verbandsebene in der Gruppenliga. Hochverdiente Mannschaftsführerin war über viele Jahre Margret Brede. Wie üblich bekommen die Damen Babys und fallen dadurch für Monate als Turnierspielerinnen aus, so auch beim ESV Union. Hinzu kam, dass erfahrene Turnierspielerinnen wie Cilly Müller und Margret Brede sich in den letzten Jahren gesundheitlich nicht wohl fühlten, und erwartungsgemäß stieg unsere 1. Damenmannschaft im vergangenen Jahr aus der A-Klasse in die B-Klasse und in diesem Jahr sogar in die C-Klasse ab. Genügend neue Turnierspielerinnen, geschart um Waltraud Müller sind vorhanden, und es besteht die berechtigte Hoffnung, dass es in turnusmäßiger Hinsicht mit

unserer Damenmannschaft schon bald wieder aufwärts geht.

 

Dass die Aufgabe des Sportfunktionärs mit Arbeit, in gewissen Zeiten sogar mit viel Arbeit und auch mit allerhand Ärger verbunden ist, weiß jeder, der über Jahre Verantwortung in einem Sportverein übernommen hat und oft vor dem Entschluss stand, den 'ganzen Bettel' hinzuschmeißen. Als ich 1960 zusammen mit meiner Familie dem E.S.V. 'UNION' beitrat, habe ich mich gleich von Anfang an um die Jugend gekümmert mit den vielen Funktionen, die ich in unserem Tennisclub versehen habe.

 

Diese Arbeit hat mir immer viel Freude gemacht, insbesondere deshalb, weil sie erfolgreich war, erfolgreich über ein Jahrzehnt. Es liegt über 10 Jahre zurück, als wir hier in Eschwege zweimal hintereinander Bezirksjugendmeisterschaften ausrichteten. Im Anschluss daran hat Blau-Weiß Hünfeld die Aufgabe übernommen und ganz hervorragend gelöst, wie alle wissen, die jahrelang in Hünfeld jeweils zu Pfingsten an diesem großartigen Turnier teilgenommen haben. Mehrere Jahre hintereinander machte Marion Brede dem E.S.V. 'UNION' als Jugendspielerin viel Ehre, indem sie bei Bezirks- und Verbandsmeisterschaften 1. und 2. Plätze im Einzel und Doppel mit nach Hause brachte. Später dann waren es unsere Jungen Roland Sprung, Uli und Manfred Bödicker und Andreas Niegel, die über Jahre in den jeweiligen Altersklassen zu den besten von Nordhessen zählten, und augenblicklich setzen Axel Müller und Michael Remke diese Tradition fort. Ganz besonders stolz bin ich darauf, dass in den zurückliegenden 6 bis 7 Jahren von insgesamt nur 12 Jungen, die sich jedes Jahr von neuem aus der großen Anzahl Jugendlicher von ca. 50 nordhessischen Tennisvereinen, zur Teilnahme an hessischen Meisterschaften qualifizieren konnten (also jeweils die besten 4 Jungen der 3 Altersklassen), wir Eschweger zumeist 3 Jungen und einmal sogar 4 Jungen stellen konnten. Mehr ist von einer gezielten Jugendförderung nicht zu erwarten. Sie hat Geld gekostet, sogar viel Geld. Stolz können wir auch darauf sein, dass unsere 1. Jugendmannschaft bei den Henner-Henkel-Spielen seit Jahren zu den spielstärksten in Nordhessen zählt, und wir bei den Endkämpfen um die Bezirksmannschaftsmeisterschaft der Jugend stets ein gewichtiges Wort mitzureden hatten. Auf Grund dieser kontinuierlichen Jugendförderungsarbeit, in den letzten Jahren unter Leitung von Roland Sprung und Manfred Bödicker, die selbst noch zur Jugend gehörten und sich dieser Aufgabe mit viel Engagement unter Anwendung modernster Übungsmethoden und Einsatz von Ballwurfmaschine unterziehen. Hoffe ich sehr, dass auch in Zukunft, wenn diese beiden Eschwege verlassen, eine Lücke entsteht und diese Jugendarbeit erfolgreich fortgesetzt wird. Einige Nachwuchstalente der jüngeren Jahrgänge zeichnen sich bereits heute ab.

 

Dass wir mit der Ausbildung des weiblichen Nachwuchses leider weniger erfolgreich waren, ist bedauerlich, aber kann nur Ansporn sein, für die Zukunft in dieser Hinsicht bessere Lösungen zu finden. Es würde zu weit führen und wäre auch heute nicht der richtige Anlass, über die Bedeutung des Tennissports im Allgemeinen zu sprechen, über Tennis als Leistungssport, über Schulsport usw. Alle am Tennissport Interessierten sind über diese Dinge bestens informiert und kennen die Statistiken und Zahlen in der Fachzeitschrift und neuerdings auch in der Tagespresse. Jedes Jahr entstehen in den Ballungsgebieten und insbesondere am Rande der Großstädte neue Tennisclubs. Neue Mitglieder drängen in diese Vereine, weil die alten Tennisclubs einfach nicht mehr aufnahmefähig sind und

zwangsweise Aufnahmestopp einführen mussten. Viele dieser neuen Mitglieder sind am Turnier- und Leistungssport wenig oder gar nicht interessiert. Sie spielen Tennis aus Freude an der Bewegung, um ihre Freizeit sinnvoll zu nutzen, aus gesundheitlichen Gründen, evtl. auch um einige Pfunde abzutrimmen oder auch aus Prestigegründen, weil Tennisspielen zur Zeit nun einmal 'in' ist. Überall steht die Anzahl der Mitglieder in keinem günstigen Verhältnis zur Anzahl der Plätze und diese Platzfrequenz steigt jährlich, auch bei uns. Dadurch wächst von Jahr zu Jahr die Schwierigkeit in der Vorstandsarbeit, da die Verantwortlichen gezwungen sind, immer wieder nach neuen und gerechten Lösungen für Trainingszeiten zu suchen, d.h. den Turnier- und Leistungssport in Einklang zu bringen mit dem reinen Tennisfreizeitsport. Die Schaffung zusätzlicher Plätze ist mit erheblichen Kosten verbunden, die evtl. durch Beitragserhöhung abzudecken wären; zumeist ist aber der Platz für die Schaffung zusätzlicher Anlagen gar nicht vorhanden. So auch bei uns. Es ist auch nicht einfach, immer wieder Wege und Mittel zu finden den neuen Mitgliedern das Tennisspielen beizubringen. Wir konnten dies in den vergangenen 10 Jahren einigermaßen zufriedenstellend lösen. Besonderer Dank gebührt hier unserem Clubtrainer, Herrn Curd Beste, der ohne festen Vertrag und ohne eine Garantiesumme zu verlangen, seit über 10 Jahren sich unserer Anfänger annimmt und auch als Trainer volle Anerkennung findet. Wir wollen nicht vergessen, dass Turnierspieler wie Christian Sprung und Marion Brede, Uli und Manfred Bödicker und Roland Sprung alle Grundschläge bei Herrn Beste gelernt haben. Und die oben genannten gehören schließlich zu den besten Turnierspielern, die aus den Reihen des E.S.V. 'UNION' in den vergangenen 10 Jahren hervorgegangen sind. Noch mehr zu Dank verpflichtet sind wir aber unserem Sportwart Burckhard Schareina, der neben seiner jahrelangen aufreibenden Tätigkeit als Sportwart auch als Übungsleiter fungierte, d.h. sich nebenberuflich abends oder an Wochenenden in seiner Freizeit unserer Anfänger annimmt. Dass er im Interesse des Vereins alle 4 Jahre der strapaziösen Nachprüfung des Übungsleiterscheins unterzieht, kann nicht genug anerkannt werden.

 

Nun zum Schluss noch einen kurzen Blick in die Zukunft des Eschweger Tennissports. Wie soll es weitergehen? Es hat sich ja bereits herumgesprochen, dass nach Auflösung der Bundesbahndirektion Kassel, des Betriebsamtes in Eschwege die weiteren notwendigen Sparmaßnahmen der Bundesbahn auch die Existenz des E.S.V.'UNION', insbesondere einzelne Sparten, darunter auch der Tennisabteilung, gefährdet ist, weil wir hier in Eschwege die durchaus verständlichen Forderung des Bundesbahnsozialwerkes, dass nämlich ein relativ hoher Prozentsatz unserer Mitglieder Bundesbahnangehörige sein müssen, einfach nicht erfüllen können. Letzten Endes wird die Bundesbahn hierfür Verständnis haben und uns unsere Platzanlage, auf der wir seit 25 Jahren Tennis

spielen, nicht ohne weiteres kündigen, sondern mit sich verhandeln lassen und uns die Plätze entweder zur Pacht anbieten oder verkaufen. Irgendeine Lösung wird bestimmt gefunden und wir sollten uns hier keine unnötigen Sorgen machen. Vielleicht wäre es günstig gewesen, wenn die geplante Umgehungsstraße mitten über unsere Plätze gegangen wäre, dann hätten wir schon vor 2 oder 3 Jahren in Verhandlung sowohl mit der Bundesbahn, als auch mit dem Magistrat der Stadt Eschwege eintreten können. Über die Neuentstehung eines Eschweger Großvereins mit ca. 8 - 10 Plätzen und einem gemeinsamen Clubhaus, geeignet für ca. 500 Mitglieder, d.h. natürlich gleich eine Fusion beider Eschweger Tennisvereine hätte man reden können. Ob dies aber wirklich die richtige Lösung für die Zukunft wäre, wage ich zu bezweifeln, niemand kann es voraussehen. Seit Jahren bin ich hier im Club als 'Sparsamkeitsfanatiker' bekannt und direkt in schlechten Ruf gekommen. Solch eine neue Platzanlage kostet sehr viel Geld. Warum diese riesigen Ausgaben, wenn zwar alte, aber durchaus noch brauchbare Anlagen vorhanden sind. Lasst uns vorerst bleiben. Was wir sind .....ein kleiner Verein mit einem schönen Clubhaus, um das uns viele andere Tennisvereine beneiden, ......... an der Zonengrenze, dicht am Minengürtel, wo ohne strenges Reglement Tennissport betrieben wird, und zwar sowohl guter Leistungssport als auch Kaffeetennis, wo Geselligkeit gepflegt wird, und wir gemeinsam mit unseren Tennisfreunden von Blau-Weiß Feste feiern, fröhliche kleine Treffen in den Clubhäusern und elegante Tennisbälle in der Stadthalle, wo in unserem Clubhaus mehrmals in der Woche gemütlich Skat gespielt werden kann.

 

 

Noch einige Anmerkungen zu Personen:

1. Vorsitzender von 1951 bis 1955 Willy Völker (dann Ehrenpräsident)

1 .Vorsitzender von 1955 bis 1973 Walter Brede

2. Vorsitzender von 1955 bis 1961 Richard Müller

2. Vorsitzender von 1961 bis 1972 Walter Sandner

2. Vorsitzender von 1972 bis 1973 Rudolf Sprung

1 .Vorsitzender von 1973 bis 1981 Rudolf Sprung 

2. Vorsitzender von 1973 bis 1981 Burckhard Schareina

1. Vorsitzender von 1981 bis 1989 Burckhard Schareina

2. Vorsitzender von          bis 1989 Fritz Freuer-Junghans

1. Vorsitzender von 1889 bis 1996 Gerhard Sahm

2. Vorsitzender von 1989 bis 1996 Hans-Werner Sodies

1. Vorsitzender von 1996 bis heute Volker Stelzner

2. Vorsitzender von 1996 bis           Dr. Rainer Angermann

2. Vorsitzender von          bis 2014 Jörg Bruchmüller

2. Vorsitzender von 2014 bis heute Ulrich Zander

 

 

 Sportwarte waren: Paul Adam, Horst Linden, Horst Müller